Portugiesisch - große Rolle und beachtliche Ausbreitung
Am südwestlichen Ende Europas gelegen, klein an Einwohnerzahl sowie Ausdehnung und eigentlich erst wieder
mit der "Nelkenrevolution" (1974), einem Staatsstreich des in Kolonialkriege verwickelten Militärs, in
den Schoß eines modernen, demokratischen Europa zurückgekehrt, blickt Portugal auf eine große Rolle in
der Geschichte zurück, die die Zahl weltweit nativ Portugiesisch (Português) sprechender Menschen von
nunmehr mindestens 220 Millionen plausibel macht. Mit den Seefahrern, Entdeckern, Eroberern, Händlern
und Kolonisatoren gelangte das Portugiesische an ferne Gestade, jedoch nicht immer auf die feine Art.
Die politischen, technologischen und logistischen Leistungen Portugals, besonders im 15. - 19. Jahrhundert,
führten zu einer kontinuierlichen und schließlich beachtlichen Ausbreitung von Portugiesisch als Sprache in
Südamerika (Brasilien), in Afrika (Angola, Mosambik, Äquatorialguinea, Guinea-Bissau) sowie rudimentär in
Asien (Goa, Macau).
Dass es vielköpfige Einwanderer-Populationen in Nordamerika und Mitteleuropa gibt, in denen immer noch
Portugiesisch gesprochen wird, zeugt bis heute vom individuellen Erfolgs- und Abenteuerdrang dieses
maritimen Volkes.
Besonders Brasilien - mit seiner fast ausnahmslos Portugiesisch sprechenden Bevölkerung
190 Millionen) - stellt für die portugiesische Sprache einen global signifikanten Verbreitungspool
dar. Außerdem und vor allem gehört die brasilianische Nation in einigen Bereichen zu den führenden
Anbietern von "Lower-Price"-Technologieprodukten auf dem Weltmarkt (Luftfahrt, Maschinenbau,
Rüstungsgüter, Transportsysteme). Brasilien ist ein Wachstumsland, und mit seiner Bevölkerung
nimmt auch Portugiesisch weiter stark zu.
Trotzdem bleiben auf dem "Subkontinent Brasilien" die sozialen Gegensätze, die damit einhergehende
Gewaltbereitschaft und das ökologische Raubbauprinzip (Regenwald, Bogenvergiftung) problematisch.
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